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Bon Iver – 22, A Million

Nach 5 Jahren ist Justin Vernon endlich zurück, eine lange und schwere Zeit für ihn begleitet von Depressionen und einer Sinnkrise. Jedoch hat er viele neue Einflüsse erfahren dürfen, mit Kanye und James Blake gearbeitet und seinen Stil, um die ein oder andere Nuance ergänzt. Sein neues Album 22, A Million ist das von mir wahrscheinlich meist gehörte Album 2016. Aber warum eigentlich und was macht es so verdammt hörenswert?

By danieljordahl from Östersund, Sweden (Bon Iver)

Ich war sofort gefangen, als ich damals dieses eine Lied von ihm hörte: Towers. Ein grandioses Stück mit tollem Video aus dem letzten Album von 2011. Die Geschichte und das Lebenswerk des alten Fischers, gepaart mit wunderschönen Aufnahmen der Küste und der Vergänglichkeit seines Schaffens ließen mich mit einem breiten Grinsen zurück. Ein schönes Gefühl, welches auch 22, A Million bei mir sofort ausgelöst hat.

Das neue Album arbeitet mit mehr elektronischem Sampling und auch zusätzlicher Verzerrung, was vielleicht auf seine neuen Einflüsse zurück zu führen ist. Immer wieder hört man leises Knacksen, Fiepen oder Fragmente von Kompression. Bei jedem Hören fällt mir etwas anderes auf, und das verleiht den Stücken eine großartige Vielschichtigkeit. Der melancholische Gesang von Justin Vernon hält alles irgendwie alles zusammen. Ich liebe die Kombination aus Elementen von Folk, Blues, RnB und Popmusik. Es gibt so viele Facetten in diesem Album, die mich faszinieren, fesseln und das Album in Dauerschleife laufen lassen. Wie ein großer Strudel von Gefühlen, der mich ergreift und mich tief hinabzieht in die Welt von Bon Iver.

it’s just like the love – the one that’s never been enough

Wann sollte ich dieses Album hören?
Vor dem Kamin an einem Wintertag, beim Waldspaziergang oder bei der Fahrt nach Hause.

Lieblingslied auf dem Album?
____45____