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Roger Goula – Overview Effect

Einen besseren Titel als Overview Effect kann man seinem Debutalbum wohl nicht geben, denn schon beim ersten Lied „Soon Will Wake up“ fühle ich mich, als würde ich über unseren wunderbaren blauen Planeten schweben und als spüre ich die Unendlichkeit des Universums im Nacken. Analoge Synthiflächen vermischen sich mit einer Gitarrenmelodie, die einen wachrüttelt, sich intensiviert bis sie im großen Ganzen einfach erlischt.

Roger Goula ist ein in London lebender Komponist, der seine musikalischen Wurzeln in der katalanischen Metropole Barcelona hat. Hier studierte er klassische Gitarre bevor er anfing Komposition für Film und Fernsehen in London zu studieren. Inspiriert von klassischer Musik der Renaissance und des Barocks vermischt er orchestrale Elemente mit denen von elektronischer Musik. Die Mischung aus analogen Synthesizern, Streichern und vor allem elektronischen Flächen machen seine Musik zu einer rauschhaften Erfahrung. Seine Arbeiten für Film und Fernsehen spürt man jedenfalls im dramatischen Aufbau seiner Stücke. Ich fühle mich jedenfalls so, als wäre ich in einem unendlichem Scifi-Blockbuster gefangen, würde Nachts mit Ryan Gosling durch Los Angeles fahren oder versuche gerade aus The Village zu flüchten.

Die Erkenntnis, dass die eigene Existenz ein unbedeutender Teil des Universum ist, muss ein einzigartiges Gefühl sein. Das Album passt perfekt dazu.

Warum ich dieses Album empfehle?
Weil es eine tolle Mischung aus klassischer und elektronischer Musik ist. Alle Filmmusikliebhaber sollten also unbedingt mal reinhören, denn die werden voll auf ihre Kosten kommen.

Wann sollte man das Album besser nicht hören?
In Stresssituationen oder beim Autofahren kann ich mir vorstellen, dass einem die Dramatik mancher Stücke auf die Nerven geht.

Lieblingslied auf dem Album?
AWE