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Roosevelt

Vier Jahre dauerte es schließlich bis Marius Lauber’s alias Roosevelt’s erstes und selbstbetiteltes Album nun endlich erschienen ist. Nach seinem Hit „Sea“, welches bereits 2012 bei mir in Dauerrotation lief, konnte ich es also kaum erwarten. Sein melodischer Mix aus Pop und House hatte bei mir total eingeschlagen.

Marius Lauber wurde 1990 in Viersen in Nordrhein-Westfalen geboren und sammelte seine ersten musikalischen Erfahrungen als Schlagzeuger einer Indieband. Nach seinem einjährigem Praktikum beim Kompakt Label in Berlin kehrte er nach Köln zurück, um einen seinen eigenen Sachen zu arbeiten. Vier Jahre hat er an seinem Debüt gefeilt und in vielen Nachtschichten auch alles selbst eingespielt und eingesungen. Von einer großen Produktion kann man hier also kaum sprechen.

Ein Album über das Erwachsenwerden.

Das Album pendelt wunderbar zwischen Clubmusik und hittauglichem Pop. Viele seiner Lieder sind konstruiert wie Popmusik, aber stellenweise immer wieder mit Facetten von moderner House-Musik. Unterbewusst spürt man jedenfalls den Rythmus in seinen Songs. Funk- und Discoelemente erweitern den vielseitigen Sound von Roosevelt. Verhallende Synthesizer, die angeblich falsch gestimmt wurden, verleihen den Liedern einen wunderbaren Retrohauch. Alles hört sich vertraut an, als hätte man seine Lieder schon mal irgendwo gehört, bei den Eltern im Auto, wenn die mal was richtig „Cooles“ hören wollten und von den guten, alten Zeiten sprachen. Man kann gespannt sein, welche Entwicklung Roosevelt noch machen wird. Für mich jedenfalls einer der spannendsten Pophoffnungen in Deutschland.

Wann sollte ich dieses Album hören?
Das Album eignet sich zum Vorglühen, aber auch um einen anstrengenden Arbeitstag ausklingen zu lassen. Kein ganz einfacher Spagat aber Roosevelt meistert diesen mit Bravour.

Lieblingslied auf dem Album?
Moving On