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Chef’s Table, die leckerste Serie der Welt

Lecker, schmecker! Essen spielt, mit zunehmendem Alter eine immer wichtigere Rolle, für mich zumindest. Für mich ist Essen und Kochen mehr als die reine Zufuhr von Nahrung geworden. Ich bin neugierig auf Zutaten, Gewürze, interessante Rezepte und natürlich tolle Restaurants, wo das Auge auch mitessen darf.
Ich fand es super, dass Netflix David Gelb nach seinem ersten großen Erfolg „Jiro und das beste Sushi der Welt“ das Vertrauen schenkte mit ihm die erste Staffel „Chef’s Table“ zu produzieren. Der Junge Filmemacher aus New York durfte also eine ganze Serie über die besten Chefköche und Ihre Passion drehen.

Die erste Staffel war ein voller Erfolg, eine solche Darstellung, ein solches Portrait über internationale Spitzenköche hatte es bisher noch nicht gegeben. Kritiker behaupten, David Gelb habe damit das Format der Kochsendungen revolutioniert. Ich kann ihnen da ein wenig beipflichten, denn ich habe mich davor noch nie mit Sendungen über Essen beschäftigt. Jetzt bin ich Fan!

Chef Alexandre Couillon in season 2 of Chef's Table streaming on Netflix. Photo: Lucie Cipolla/Netflix ©
Chef Alexandre Couillon in der zweiten Staffel von Chef’s Table / Netflix. Foto von: Lucie Cipolla/Netflix

Aber was ist das Besondere an Chef’s Table?

Chef’s Table zeigt nicht nur Gerichte und tolle Restaurants, sondern portraitiert viel mehr die unterschiedlichen Charaktere der internationalen Chefköche in ihrem beruflichem als auch privatem Umfeld. Jeder dieser Köche erzählt seine ganz eigene Geschichte von Kochphilosophie, persönlichen Erfolgen aber auch Niederlagen.

So erhält man Einblick in die Gedankenwelt und das Privatleben der Charaktere – intim aber respektvoll. Der Blick geht über die Küche hinaus und zeigt unbekannte, neue Facetten dieser Menschen und diese Facetten spiegeln sich in ihrer Kochkunst wieder. In dieser Form habe ich das bisher selten gesehen.

 

Visuell beeindruckend

Die visuelle Darstellung der Sterneküche und ihrer Künstler ist besonders erwähnenswert. Die Kameraaufnahmen sind grandios und nie aufdringlich, sondern haben einen schönen und schlichten Dokumentationsstil, der die Geschichte perfekt einfängt. Die Musikuntermalung ist klassisch und immer passend zum Thema. Speziell der Mix aus Landschaften, Städteszenarien mit Makroaufnahmen machen Chef’s Table zu einem Erlebnis. Man hat oft das Gefühl man kann regelrecht schmecken und riechen, was man da gerade sieht. Das Storytelling jeder Folge mit individueller Note des Protagonisten macht für mich jede einzelne Folge einfach rund und sehenswert.

Chef’s Table / Netflix. Foto von: Netflix

Warum sollte ich das jetzt schauen?

Ich lerne in jeder Folge etwas über Länder, Menschen und natürlich über das Essen und das Kochen. Wie wichtig gute und frische Zutaten sind und dass man regionalen Produkten und Herstellern vertrauen sollte. Ich bin beeindruckt, mit wie viel Hingabe man einem Brotteig zubereiten kann. Wir sollten das Essen und Kochen also mehr zelebrieren, denn Essen hat auf jeden Fall etwas mit Liebe zum Leben zu tun.